Hör nie auf zu lernen...warum weiterbildung spass macht

Gesundheitsyoga= Harmonie in deinem Körper.

Direkt nach Ende miner 200h-Yogalehrer-Ausbildung war ich schon bei meinem nächsten Training - diesmal zur „Gesundheitsyogalehrerin“. Die Ausbildung fand in Linz statt, was bedeutete: ein Mal im Monate den Zug von Salzburg nach Linz nehmen, in einem Hotel übernachten und neue Leute kennenlernen…

Alexandra Meraner, die Ausbildnerin, gab uns an drei Wochenenden über 3 Monate verteilt wahre Perlen der Weisheit. Bereits der erste Abend mit Alexandra war mit die beste Yoga-Klasse , die ich je hatte! Ich hatte es zuvor nie wirklich verstanden, wie Menschen nach Hüftöffnern weinen oder warum Brustöffner (am nächsten Wochenende) traumatisch für Einige sind. Heute kann ich das gut nachvollziehen:

Mit Alexandras Gesundheitsyoga-Modulen begann für mich eine Bewusstseinsreise, in der ich meinem Körper besser kennenlernte und, vor allem, in der ich lernte, mich auf die Menschen zu konzentrieren, die ich unterrichte. Das war eine totale Veränderung für mich. Ich, die - mit einem guten Yang-Überschuß gesegnet - zu Beginn des regulären Teacher Trainings vor allem eines wollte: endlich den Skorpion (Vrischikasana) und andere komplexere Asanas zu beherrschen...

Während der Weiterbildung mit Alexandra sorgte ich dafür, dass ich alles so gut aufschrieb, wie möglich. Ich fühlte mich leichter, aufmerksam und so viel mehr bewusst. Ich konnte es nicht vorstellen, jemals Yoga auf die gleiche Weise zu unterrichten wie zuvor.

Was ist "Gesundheitsyoga"? Ehrlich gesagt, es geht um dich! Und um jeden einzelnen Teil von dir! Es geht darum, bewusster zu werden, es geht um deinen Atem und die Verantwortung für deine Gesundheit. Gesundheitsyoga ist im Grunde genommen Yogatherapie.

Wenn du darauf achtest, wie du jetzt gerade sitzt oder stehst – hast du dann gerade automatisch deine Körperhaltung korrigiert? Die „Norm“ in unseren Körpern sind leider die schlechten Gewohnheiten, die wir mit der Zeit angenommen haben, in der Art und Weise, wie wir stehen, auf der Couch sitzen oder vor dem Computer. Ganz ok, denkst du vielleicht. Aber hast du auch vielleicht bemerkt, dass du unter chronischen Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Depressionen, Burnout, hoher Blutdruck usw. leidest? Was hat das nun mit deiner Körperhaltung zu tun? Alles. Einfach alles.

Bei Alexandra haben wir gelernt, Körper zu lesen - das bedeutet, den Körper einer Person genau anzuschauen, von den Füßen aufwärts und zu erkennen, ob es Ungleichgewichte gibt (flacher Fuß, X-Beine, Hüftschiefstand, Rundrücken, etc.). Mit dieser Erkenntnis kann man versuchen, die Ungleichgewichte zurück zu ihrer Wurzel zu bringen und irgendwann aufzulösen.

Von Alexandra bekamen wir auch unterschiedliche Szenarien, die unterschiedliche Menschentypen betreffen können. Beispielsweise:

Ein 40-jähriger, beruflich erfolgreicher Mann , Herr X, arbeitet in einem stressigen Umfeld, wo er oft Überstunden machen muss. Er verbringt die meiste Zeit seiner Arbeit im Sitzen, in seiner Freizeit geht er gerne Mountainbiken. Er leidet an Problemen in seiner rechten Schulter, Kopfschmerzen, Rotation des Nackens in beide Richtungen. Wie würdest du ihm helfen?

In Zweiergruppen mussten wir jeweils 5 Übungen finden, die unserem Herrn X helfen sollten. Danach haben wir in der Gruppe unsere Lösungen diskutiert und die besten davon herausgefiltert.

Beim „Gesundheitstrainer“ haben wir 3 Monate mit Alexandra gearbeitet und an den verschiedenen solcher Problemstellungen gearbeitet. Alexandra nahm sich Zeit, jeweils die verschiedenen Muskeln genau zu erklären, die dabei im Spiel waren. Da die Meisten von uns bereits eine Lehrerausbildung hinter uns hatten, konnten wir mehr in die Tiefe gehen und brauchten wir nicht so viel Zeit, die Grundlagen zu erarbeiten.

Nochmal zurück zur Definition von Gesundheitsyoga:

Gesundheitsyoga gibt dir die Kraft, im Harmonie mit deinem Körper zu bleiben. Zu erkennen, dass sich etwas nicht richtig anfühlt und sofort darauf zu reagieren, also nicht darauf zu warten, dass ein chronisches Problem daraus wird.

Hat sich meine Art zu unterrichten durch meine Gesundheitsyoga-Weiterbildung geändert? Definitiv ja:

Anfangs hatte ich in meinem Unterricht Zweifel gehabt, dass die Leute kein Verständnis für diese Art des Yoga haben würden, dass die „flows“ für sie keinen Sinn machten oder sie sich langweilen könnten. Aber die Schüler kommen immer wieder zurück. Auch in meinen dynamischen Yogaklassen benutze ich eine Standard-Aufwärmsequenz aus dem Gesundheitsyoga - es macht einfach Sinn. Ich liebe meine Power-Yogakurse, aber ich weiss jetzt, dass jeder einer Auszeit braucht, Zeit zum Atmen - in meiner "Healing Flow“-Klasse atmen wir beispielsweise viel und bewußt.

Und ja: ich will noch immer den Skorpion meistern… eines Tages. Nur weiss ich inzwischen, dass dazu noch eine Menge in meinem Körper passieren muss, in jedem einzelnen Bereich, um daraus eine sichere und achtsame Haltung zu machen.

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